Meine Intention

Weshalb Sitar bauen in Deutschland?

Warum Geigenbau in Japan?

Es ist für mich nicht so, dass ich indische Instrumente nachbauen möchte, um mich dann womöglich als Konkurrent der indischen Sitar-Bauer zu sehen.

Dieser Impuls wurde aus der Faszination zu der indischen Musik und den indischen Instrumenten geboren. Diese Klangvielfalt und der Reichtum dieser Musik, aus einer Kultur, welche die Basis der darauffolgenden Kulturepochen ist, bewegt mich sehr. Die indische Musik und ihre Instrumente zu erleben, besser zu verstehen, sie selber zu bauen und zu spielen, ist ein tiefer Beweggrund, die Impulse aus unserer Kultur mit einzubeziehen, wodurch sogar neue - oder abgewandelte Instrumente entstehen möchten.

Zwei Sitars wurden von mir umgewandelt zu Instrumenten, worauf Akkorde, so wie auf einer Gitarre, gespielt werden können, und den besonderen Klang der Sitar beibehalten haben. (Siehe Zitat unten von Georg Lawall. )

Diese neuen Impulse stehen auch in Zusammenhang mit den Impulsen die ich auf meinem spirituellen Weg finde.
Ob es jetzt die Vedischen Schriften, Tibetische Texte, Buddhistische Schriften, Christliche Mystiker, die wunderbaren Impulse von Rudolf Steiner, die Gespräche mit meinen Mitmenschen oder das eigene Musizieren ist, alles fließt mit ein, um dasjenige in der Materie zu offenbaren, was kommen möchte. 

Die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins wird immer neue Formen hervorbringen wollen. Mein Vorgang beim Bau der Instrumente hat seinen Ursprung im Künstlerischen. Natürlich wird die handwerklich-technische Seite nicht außer acht gelassen. Ein Instrument kann technisch noch so gut gebaut sein, wenn es aber nicht beseelt und mit Schönheit durchdrungen ist, fehlt etwas Wesentliches. Hier spielt das Intuitive eine bedeutende Rolle.

So entstehen Instrumente, die alle „eigene Persönlichkeiten"sind, die, so man will, den Menschen auf eine einmalige Reise mitnehmen kann, wenn er sich darauf einlässt.

 

Instrumentenbau     

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Sitar- und Tanpurabau.

 

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Normalerweise wird der Klangkorpus (Tumba) dieser Instrumente aus einem getrockneten Flaschenkürbis gemacht. Der Klangkorpus der Instrumente, die von mir angefertigt werden, werden so wie beim Lautenbau, aus gebogenen Zargen gemacht. Diese werden kantig, in gebogener Form aneinander geleimt. Der Klangkorpus meiner Instrumente besteht entweder aus siebzehn- oder aus elf Zargen. Alle Instrumente sind Unikate aus verschiedenen Hölzern.

Die Hölzer, die ich benutze, sind: Mahagoni, Teakholz, Ahorn, Kirsche und Eiche.
Die Verzierungen werden mittels Intarsien und eingefärbten Gravuren oder Schnitzmustern hergestellt.
Die Instrumente werden fast gänzlich von Hand angefertigt.
Dies bedeutet einen intensiven Prozess, ein bewusstes Durchdringen aller Arbeitsvorgänge, der dem Instrument eine besondere Aura verleiht.
Bei einem Arbeitsvorgang mit einer Maschine geschieht das nicht in dem Maße.

Ein Instrument kann sehr individuell gestaltet werden, je nach Wunsch des künftigen Besitzers.
Holzart, Gestaltung und Verzierungen sind nach Wunsch aufeinander abzustimmen.

Die Sitar

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                                                  Teakholz Sitar mit großem Ahorn Korpus:

 

Sie besteht aus einem getrockneten Flaschenkürbis, der durch ein vorgeformtes Holz mit dem Hals verbunden ist. Der Hals ist hohl. Somit ist das ganze Instrument einen Klangkörper.

Auf der Decke, die den Klangkorpus abdeckt, stehen zwei Stege - Brücken. Eine kleine Brücke, worüber die 13 Resonanzsaiten laufen, die mit den kleinen Wirbeln an der Seite des Halses gestimmt werden. Eine größere Brücke, worüber sieben Saiten laufen, die oben am Hals mit den großen Wirbeln gestimmt werden.

Die Spielsaiten werden mittels zwanzig gebogener Metallbünde, die mit Bundseide auf den Hals gebunden sind, abgekürzt und gezogen, um die Intervalle zu spielen und fließend zum anderen Intervall zu ziehen.

Die Spielsaiten werden mit einem Plektrum (Mizrab) angespielt. Die Resonanzsaiten werden nach dem Tonmaterial eines Ragas gestimmt, und schwingen mit, wenn ein entsprechendes Intervall auf den Spielsaiten angespielt wird. Dies erzeugt einen räumlichen und obertonreichen Klang.

Der Klang, welcher so typisch für die Sitar ist, entsteht durch den gekrümmten Brückenschliff, wodurch die Saite einen schnarrenden Klang hervorbringt. Dieser Brückenschliff wird Jovari genannt, was soviel wie "Leben einhauchen", "zum Leben bringen" bedeutet. Eine Kunst für sich!

Es gibt verschiedene Brückenschliffe. Einen sehr offenen Brückenschliff, wobei die Saiten sehr schnarren. Hier könnte man den Klang von Ravi Shankars Sitar einstufen.

Der Brückenschliff, der mehr geschlossen ist, schnarrt nicht so viel und hat einen länger anhaltenden Klang. Hier ist der Klang von Vilayat Khans Sitar vielleicht am besten einzuordnen.

Der Schlif,f der sich dazwischen befindet, kommt dem Klang der Sitar von Nikhil Banerjee am nächsten.

Dazwischen gibt es noch Möglichkeiten in der einen oder anderen Richtung zu differenzieren.

 

 

 

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 Eichenholz Sitar mit Ahorn Korpus:

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

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                                                                Teakholz Sitar mit Ahorn Korpus: 

 

Weitere Detailbilder

 

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 Gitarrenunterricht

 

Klassischer Gitarrenunterricht

 

Kinder und Jugendliche                                            1 mal wöchentlich 30 min.

                                                                                  50,-Euro im Monat

                                                                                  1 mal wöchentlich 45 min

                                                                                  75,-Euro im Monat

Erwachsene

                                                                                  1 mal wöchentlich 45 min

                                                                                  90,-Euro im Monat

               

Leierbau

 

Solo SopranSolo Altleier

 

 

Seit einige Jahren habe ich mich mit dem Bau von Leiern beschäftigt.
Jetzt entwickeln mein Kollege und ich, in unserer gemeinsamen Werkstatt, neue Instrumente im Bereich der Sopran-Alt- und Tenor Stimmung.
                                                                      Für die Musikpädagogik wurde ein neues Modell entwickelt.
Wir stellen unsere eigenen Saiten für die Instrumente her.
Für weitere Informationen gehen Sie zu www.leier-instrumentenbau.de

Zitat von Georg Lawall 

Es sollten aber zwei Jahrzehnte vergehen, und dann, eines Morgens, war sie da, die Idee zur Sitarval. In meinem Roman "Raketen, Rock und Ragas" liest sich das so:

'Zufällig' meldete sich bei ihm ein Sitarbauer, Gerard Langenhuizen (zufällig waren nicht nur die Initialen identisch), der am Wohnort seiner Buben seine Werkstatt hatte (Hausnummer 3) und Holzsitars mit Lautenkorpus baute ... Gerard zeigte sich als spirituell und praktisch gleichgesinnt und entwickelte auf meine Anregung die Sitarval, eine chromatische Sitar mit fünf bespielbaren Saiten (D-G-b-d-g). Die höchste Saite liegt dabei wie bei der Sitar in der Mitte des Bundes, so dass das ‚meend' (seitliches Auslenken = Glissandos) möglich bleibt, das Instrument aber eine Quint mehr Umfang nach oben hat. Alle tieferen Saiten sind so eingerichtet, dass sie auch in höheren Lagen rein intonieren, somit Akkorde und größere Intervallsprünge, sowie Mehrstimmigkeit möglich sind. Da die drei oberen Saiten die gleichen Intervalle der Gitarre haben, decken sich da die ganzen Griffkonventionen.

Als nach einem Versuchsinstrument dann endlich die erste umgebaute Sitar (aus der Werkstatt von Mangla Prasad Sharma Calcutta) fertig war, erkundete ich auch andere Stimmungen und so entstanden die ersten Kompositionen, welche diese CD beinhaltet. Es bestädigte sich, dass die Sitarval sowohl rein indisch, als auch rein westlich, einsetzbar war. White rose ist komplett in indischer Anschlagtechnik gespielt, d.h. die rechte Hand spielt nur mit dem auf den Zeigefinger gesteckten Misrab (Plektrum). Dies Spielweise ist der der Plektrumgitarre ähnlich. Es steht in C-Dur (Bilaval) und die Saiten sind auf die Tonika gestimmt.